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Ergonomic Design: Ergonomie in der Gebäudereinigung

Ergonomie als ganzheitlicher Ansatz

Die Gebäudereinigung ist ein Handwerk. Wie in jedem anderen Handwerk auch wird manuell gearbeitet und mit den Händen etwas hergestellt. Der Mensch aber kann durch Hand- und Armbewegungen nur eine begrenzte Bandbreite an Kräften aufbringen. Diese lassen sich durch Erfahrung und Gewohnheit zwar steigern, aber  der Mensch registriert diese Kräfte jedes Mal als Beanspruchung. Eine Überbeanspruchung führt zu Schmerzen, Verletzungen und schließlich zu Personalausfall und Produktivitätsverlust.

Um langfristig große Belastungen zu reduzieren machen sich alle Handwerksberufe immer intensivere Gedanken über die ergonomische Gestaltung. Per Definition bedeutet Ergonomie die Anpassung der Arbeit an die Fähigkeit und Eigenschaften des Menschen. Hierfür sind die Arbeitsbedingungen, die Arbeitsabläufe und die Anordnung der zu bedienenden Gegenstände räumlich und zeitlich optimal darzustellen. Es soll ein perfektes Ergebnis leistbar sein, ohne, dass es den arbeitenden Menschen stark ermüdet, gesundheitlich schädigt oder ihn weder über- noch unterfordert.

Ergonomie ist mehr als gerade stehen

Für ergonomisch ideale Bedingungen können viele Faktoren herangezogen und bedacht werden. Nicht alle lassen sich gegebenenfalls praktisch sofort umsetzen bzw. spielen für jedes Handwerk eine Rolle. Die Kernaufgabe ist die Gestaltung und Optimierung von Arbeitsplatz und Arbeitsraum durch eine optimale Auswahl der Arbeitsmittel (Handdominanz) wie Maschinen und Werkzeug. Die Arbeitsumgebung kann durch klimatische und Beleuchtungsmaßnahmen verbessert werden, auch Lärm und der Kontakt mit Gefahrenstoffen kann organisatorisch eingedämmt werden.

Die grundsätzliche Organisation der Arbeit, das Vermitteln konkreter und gegebenenfalls stärkenorientierter Arbeitsaufgaben kann dazu beitragen, denn möglicherweise eignen sich manche Mitarbeiter alleine von ihrer körperlichen Konstitution her für bestimmte Aufgaben besser als andere. Deshalb gehört bereits die Vorauswahl der für die Aufgabe geeigneten Leute schon in manchen Betrieben zum ergonomischen Konzept. In manchen Berufen muss in klimaintensiven Umgebungen gearbeitet werden wie beispielsweise in Kühlanlagen oder Treibhäusern. Hier zählt eine langsame, vorherige Anpassung an diese Extreme zu ergonomischen Gestaltungsoptionen.

Umsetzung in der Gebäudereinigung

Wie bei allen anderen Handwerksberufen auch, spielt auch bei der manuellen Reinigung oder Desinfektion von größeren Flächen das Thema Ergonomie eine wichtige Rolle. Neben dem klassischen Produktdesign liegt ein weiteres Augenmerk bei der Optimierung von Vorgängen hinsichtlich der Ergonomie auf der Benutzerfreundlichkeit, also die bessere Gestaltung von Arbeitsplätzen und eine verbesserte Arbeitsorganisation. Für uns bei PPS zählt bei der Entwicklung unserer Gerätschaften auch noch eine physiologische Anpassung von beispielsweise Griffen.

Nimmt man alle Punkte, die zusammen ergonomische Aspekte beschreiben, zusammen, bedingt dies gewisse Forderungen an ein Reinigungssystem, die wir bei unseren Produkten alle berücksichtigen und weiter optimieren.

  • Höhenverstellbare oder gut positionierte Griffe, um eine optimale Höhe zu garantieren
  • Anordnung aller Verfahrenskomponenten in einer gut erreichbaren und korrekten Höhe, damit alle notwendigen Tätigkeiten, wie das Tränken der Moppbezüge, in aufrechter Position erfolgen kann
  • Kunststoffgriffe, um ein komfortableres Gefühl zu haben und nicht kalten Stahl anfassen zu müssen
  • Praktikable, verständliche und klar logische Anordnung der Gefäße wie Wannen, Eimer und Boxen, damit der Anwender von jeder Position aus gut arbeiten kann
  • Keine zu großen Reinigungswagen und abkoppelbare Einheiten, damit die Reinigungskraft keine zusätzlichen Wege gehen muss, da sie den Wagen nicht vor Engstellen, Aufzügen oder schwerer zugänglichen Arealen abstellen und extra laufen muss
  • Mit wenig Kraftaufwand zu bedienende Pressen ohne an Genauigkeit beim Bedienprozess zu verlieren
  • Leichtgängige Rollen, damit sich das Reinigungssystem ohne Mühe bewegen lässt
  • Keine schweren Behälter am Wagen, um die Gesundheit des Anwenders zu schonen
  • Hochwertige Textilien, damit der Wischvorgang nicht nur gründlich, sondern auch leichtgängig geht
  • Leichte Demontierbarkeit aller Baugruppen
  • Möglichst wenig Be- und Entladen von Gegenständen auf dem Wagen durch MultiBoxen und PlusBoxen, die den Stauraum auf dem Wagen vergrößern

Neben dem ergonomischen Aspekt, der beim PPS-Produktdesign eine zentrale Bedeutung einnimmt, entwickeln wir all unsere Systeme vor dem Hintergrund, dass sie mehreren Interessensgruppen gerecht werden müssen, denn jede Gruppe stellt verschiedene Ansprüche an manuelle Reinigungsgeräte. Zum Einen sind das die Dienstleister, die auch wirtschaftliche sowie nachhaltige Aspekte fokussieren. Deshalb setzen wir auf qualitativ-hochwertige sowie langlebige Produkte und Materialien, eine vollständige Modularität und Abwärtskompatibilität der Komponenten und eine 10-jährige Ersatzteilgarantie. So gewährleisten wir, dass die Systeme langfristig im Einsatz bleiben können, um- oder aufgerüstet werden können und ökonomische Belange erfüllen.

Die zweite Interessengruppe sind die Handwerker, die Reinigungskräfte selbst, für die die ergonomischen Gesichtspunkte zentral sind. Als dritte Gruppe tritt der Endkunde auf, für den sein Objekt sauber oder hygienisch rein sein muss und der gegebenenfalls nachweisbar valide Prozesse verlangt. All unsere Entwicklungen entstehen immer unter Berücksichtigung und Erfüllung all dieser Aspekte.

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