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Feucht- und Nassreinigung

Der Unterschied zwischen Feucht- und Nassreinigung

Bei den Wischverfahren, die im Reinraum überwiegend zur Dekontamination grösserer Flächen eingesetzt werden, wird in Feucht- und Nassreinigung unterschieden. Die Definitionen „feucht“ und „nass“ sind verwirrend und werden gerne vermischt.

„Feucht“ bedeutet in diesem Zusammenhang „nebelfeucht“. „Nass“ dagegen „gut mit Flüssigkeit durchtränkt“, aber nicht „tropfnass“. Mit der Feuchtwischmethode werden lose aufliegender Feinschmutz und in geringem Umfang auch aufliegender Grobschmutz entfernt. Die Feuchtreinigung wird für die Zwischen- und Feinreinigung, d.h. für die Abreinigung von kleineren und Kleinstpartikeln, empfohlen. Für dieses Verfahren kommen nebelfeucht besprühte oder schleuderfeuchte sowie imprägnierte Textilien zu Einsatz, die in diesem Zustand den Feinschmutz an sich binden. Das Nasswischen ist ein Verfahren, um haftende Verschmutzungen zu entfernen oder um eine keimabtötende Wirkung zu erreichen.

Während früher das Nasswischverfahren in der Zweistufenmethode umgesetzt wurde, d.h. im ersten Schritt wird nass vorgelegt und im zweiten Schritt trocken nachgewischt, wird heute meist in der Einstufenmethode gearbeitet. Die Oberfläche wird dabei in einem Arbeitsschritt mit einem getränkten Wischtextil gereinigt, die Restflüssigkeit trocknet ohne Nachwischen ab. Diese Methode, oft auch als „Halb-Nass-Methode“ bezeichnet, ist nur dann geeignet, wenn die Oberflächen einen geringeren Verschmutzungsgrad haben wie es im Reinraum in der Regel vorliegt.

Die Nassreinigung, in Normen auch als „Moppen“ bezeichnet, wird für die Grob- und Zwischenreinigung, ggf. für die Feinreinigung eingesetzt.  Die Tränkung bzw. Präparation der Wischbezüge für das Nasswischverfahren kann dabei klassisch durch Eintauchen und Auspressen, durch eine Vorpräparation oder durch Begiessen erreicht werden. Eine Moppbefeuchtung durch Mechanik oder Aufsprühen reicht für ein Nasswischverfahren nicht aus.

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